Die Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

Gedenkstätte und Museum für den ehemaligen Reichspräsidenten Friedrich Ebert

Die Gedenkstätte in der Pfaffengasse 18 erinnert an den 1871 in Heidelberg geborenen ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik: Reichpräsident Friedrich Ebert. In diesem Jahr feiert die Gedenkstätte das 100. Jubiläum seiner Wahl.

Das Leben des Friedrich Ebert

Friedrich Ebert wurde am 4. Februar 1871 in Heidelberg geboren. Er war ein bedeutender Sozialdemokrat, Politiker und der erste Reichspräsident in der Weimarer Republik. Ebert wuchs in bescheidenen Familienverhältnissen, als siebtes Kind seiner Eltern Karl und Katharina, auf. Sein Vater arbeite als Schneidermeister in Heidelberg. Nach der Schule erlernte Ebert das Handwerk des Sattlers. Er ging auf Wanderschaft, machte allerdings nie seinen Abschluss. Auf seiner Reise begann sein Interesse für die Politik. Er engagierte sich bei der Gründung einer Gewerkschaft für Handwerker und organisierte erste größere Arbeitskämpfe mit. 1889 trat er schließlich der Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands und der Gewerkschaft bei. Er übernahm zunächst die Aufgabe des Schriftführers. Dann folgten weitere Funktionen bis er 1913 zum Vorsitzenden der SAP wurde.

Am 11. Februar 1919 wurde er schließlich von der Weimarer Nationalversammlung zum ersten Reichspräsidenten gewählt. Er folgte zeitlebens dem Ziel des Interessenausgleichs. Er starb früh – im Alter von 54 Jahren in Berlin. Kurz nach seinem Tod wurde die Friedrich-Ebert-Stiftung gegründet und eine Gedenkstätte in seinem Geburtshaus in Heidelberg eröffnet.

Die Gedenkstätte

Besuchen Sie das Geburtshaus von Friedrich Ebert und erfahren Sie mehr aus dem Leben des Sozialdemokraten, der als erster Politiker das höchste Staatsamt Deutschlands übernahm. Neben der Dauerausstellung „Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten – Friedrich Ebert (1871–1925)“ finden wechselnde Sonderausstellungen und zahlreiche Veranstaltungen statt. Gerade die Zeitzeugenevents finden in der breiten Masse großes Interesse.

Ausgestattet mit einer umfassenden Bibliothek hat sich das Friedrich-Ebert-Haus in den vergangenen Jahren auch zu einem Ort der Forschung entwickelt. Studentengruppen sind regelmäßig vor Ort. Aber auch Schulklassen, die das pädagogische Angebot des Hauses in Anspruch nehmen. Außerdem beraten namhafte deutsche Historiker die Mitglieder des Beirats der Stiftung bei wissenschaftlichen Themen.

Die Stiftung gehört übrigens zu den sechs wichtigsten Gedenkstiftungen in Deutschland. Sie wurde mit dem Gründungsgedanken ins Leben gerufen, die Erinnerung an herausragende deutsch-europäische Persönlichkeiten der Politik des 19. und 20. Jahrhunderts zu bewahren. Die Stiftung wird unter anderem aus Bundesmitteln finanziert.

Mittelpunkt des Friedrich-Ebert-Hauses ist die kleine Wohnung, in der Friedrich Ebert am 4. Februar 1871 geboren wurde. Über 60.000 Menschen haben die Gedenkstätte seit ihrer Eröffnung interessiert besucht. Darunter waren auch viele junge Menschen und Familien mit Kindern.

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Freitag: 9 – 18 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 10 – 18 Uhr

Tickets und Preise

  • Der Eintritt ist frei

Wie komme ich zur Friedrich-Ebert-Gedenkstätte?

  • Adresse: Pfaffengasse 18, 69117 Heidelberg

Weitere Infos

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